Historischer Rückblick

Begonnen hat die Siegerländer Gefangenenmission im Jahre 1961.

 

In diesem Jahr lud Pfarrer Dr. Wehdeking aus Werl in einem HistorieGespräch mit Pfarrer Sartor aus Freudenberg die Siegerländer Posaunenchöre in die JVA nach Werl ein.

 

Während eines Gottesdienstes berichtete Pfarrer Sartor von dieser besonderen Einladung. Unter den Zuhörern saß Hermann Waffenschmidt, der dieses Anliegen im Advent 1961 in die Tat umsetzte.

 

Dieser erste Gefängnisgottesdienst war für ihn ein solch einschneidendes Erlebnis, dass er beschloss, weiterhin mit Chören, Mitarbeitern und Gruppen in die Gefängnisse zu gehen, um dort den Inhaftierten die gute Botschaft von Christi Liebe zu allen Menschen zu verkündigen.

Das war der Beginn der Siegerländer Gefangenenmission.

 

Hermann Waffenschmidt knüpfte nun weitere Verbindungen zu anderen Justizvollzugsanstalten in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Kontaktpersonen waren die jeweiligen Pfarrer der Anstalt. Er konnte einige Mitarbeiter gewinnen, die ihm bei der Gestaltung und Durchführung von Gottesdiensten halfen. Er selber betreute die Inhaftierten durch das Schreiben von unzähligen Briefen. Oft kümmerte er sich auch nach der Haftentlassung um die Menschen.

 

Inhaftierte von Werl gaben als Ausdruck ihrer Wertschätzung den Anstoß für eine Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Dieses wurde `Onkel Hermann´, wie er liebevollerweise genannt wurde, 1974 überreicht.

 

Als Hermann Waffenschmidt im Dezember 1984 verstarb, übernahm Rudi Künzel die Leitung der SGM. Zusammen mit seiner Frau Elsbeth hat er sich in den nächsten 25 Jahren liebevoll um die Inhaftierten gekümmert.

 

Im Jahr 2009 wurde Matthias Bohn aus Siegen-Seelbach Leiter der Siegerländer Gefangenenmission.

Heute engagieren sich ca. 12 ehrenamtliche Mitarbeiter in dieser sozial-missionarischen Arbeit.